Besondere Gottesdienste in unserer PG

Dreifachjubiläum in Fischen

Bischof Bertram: „Wir sind global katholisch“

04.10.2021

Mit den Worten „Die Welt ist zu Gast in Fischen“ wandelte Pater Joshy Palakunnel den bekannten Slogan der Fußball-WM 2006 für das Dreifachjubiläum am Sonntagabend in Fischen um. Der Abschluss der Renovierung an der Pfarrkirche St. Verena, 900 Jahre Prämonstratenser und 350 Jahre Frauenkapelle wurden mit einem Festgottesdienst begangen, den Bischof Dr. Bertram Meier mit zahlreichen Festgästen und Gläubigen feierte. Verbunden mit einem besonderen Dank an die 17 indischen Prämonstratenser für ihren pastoralen Dienst in Deutschland bemerkte der Bischof: „In der Weltkirche gibt es keine Ausländer. Wir sind global katholisch.“

Die indischen Prämonstratenser kamen zur 900 Jahrfeier ihres Ordens nach Fischen. Bischof Bertram bedankte sich für ihren wertvollen Dienst (Fotos: Sabine Verspohl-Nitsche / pdsf).

Ein eindrucksvolles Bild bot sich den Fischingern und Gästen am Sonntagabend, als zu den Klängen der Musikkapelle Fischen Bischof Bertram, Dekan Karl-Bert Matthias, Pater Joshy, Diakon Andreas Martin, die indischen Priester des Prämonstratenserordens und zahlreiche Ministranten in die Pfarrkirche einzogen. Der Festgottesdienst wurde musikalisch vom Kirchenchor unter der Leitung von Thoms Kroll (Orgel) gestaltet.

In seiner Predigt erinnerte sich Bischof Dr. Bertram Meier an seine „Lehrjahre“ in Fischen. Als junger Student habe er unter dem damaligen Pfarrer Alois Haas sein Gemeindepraktikum absolviert, während seines Promotionsstudiums in Rom sei er als Urlaubsvertretung ins südliche Allgäu gekommen. Wenn er nun als Bischof an diesen Ort zurückkehre, spüre er den Mutterboden, der für einen Seelsorger wichtig sei. Diesen Mutterboden des Glaubens hätten Heilige aus drei Epochen in Fischen gelegt. Das seien Verena, Namenspatronin der Pfarrkirche, Norbert, der Gründer des Prämonstratenserordens, und Maria, die Namensgeberin der Frauenkapelle. Diese sei mit ihrer berühmten Pietà niemals leer, viele Gruppen beteten hier täglich den Rosenkranz, zeigte sich Bischof Bertram beeindruckt vom tiefen Glaubensleben der „Fischinger“ und betonte „Gebet ist der Atem der Kirche“.  Mit einer besonderen Bitte wandte er sich sodann an die Gläubigen in Fischen: „Hören sie nicht auf zu beten. Die Kirche ist kein Verein, der sich ständig neuen Ordnungen und dem Zeitgeist anpasst. Die Kirche ist eine Gründung von Jesus Christus. Wenn wir meinen, sie unter dem Druck demokratischer Mehrheitsverhältnisse anpassen zu müssen, dann ruinieren wir uns selbst.“ Jesus lasse sich nicht unterkriegen, „aber er braucht uns, damit wir seinen Leib, die Kirche, pflegen, erhalten und weiter aufbauen“, so Bischof Dr. Bertram Meier.

Die Namenspatronin der Pfarrkirche, die Heilige Verena, habe in der Antike als Ägypterin im Tross der Thebäischen Legion die Soldaten umsorgt und gepflegt – daher werde sie oft mit Kamm und Krug dargestellt. In ihr werde ein Programm für das Leben der Pfarrei und im Verhältnis zur Kommune erkennbar, erinnerte der Bischof. Fischen lebe vom Tourismus. Viele kämen hierher, um aufzuatmen und sich „aufmöbeln“ zu lassen. „Pflegen sie die Gastfreundschaft und kümmern sie sich um die Gäste, die hier nicht nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch Herberge für die Seele suchen“, wandte sich der Bischof an die Gläubigen. Bei den beiden indischen Patres, Pater Joshy und Pater Joe, könnten die Menschen auftanken, die beiden gäben ihnen sozusagen als Tankwarte „Sprit“ oder „Spirit“ für die Seele, betonte er humorvoll. Schon bei seiner Visitation im Jahr 2016 habe er festgestellt, dass die beiden Prämonstratenser von den Fischingern sehr gut aufgenommen worden seien. „Nur so macht Seelsorge auch Spaß“, richtete er sich an die Versammelten und versprach den indischen Missionaren, dass er in diesen schweren Zeiten für ihre Familien in der Heimat beten werde.

Eine besondere Ehre wurde Pater Joshy zuteil, der vom Bischof als neues Mitglied des Priesterrats ernannt wurde. Der Priesterrat repräsentiert alle Priester des Bistums und unterstützt und berät den Bischof als „Senat“ bei der Leitung der Diözese.

Anschließend folgten Ansprachen des Kirchenpflegers Bernhard Graf, der einen Rückblick über die 490.000 Euro teure Kirchenrenovierung gab, und des Bürgermeisters Bruno Sauter. Sauter zeigte sich dankbar und froh über die gute Zusammenarbeit von Kirche und Kommune. Gern habe die Gemeinde die Renovierungskosten deshalb bezuschusst, denn Kirche sei Beispiel christlichen Glaubens und Wahrzeichen der Gemeinde, bemerkte der Bürgermeister.

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„Hoffnung – ein Licht durchdringt Corona!“

unter diesem Motto wurde von Samstag, 02.10.2021 bis Sonntag 10.10.2021 ein Licht der Hoffnung in einer Laterne durch die Katholischen Pfarrgemeinden unseres Dekanats getragen. Feierlich entzündet wurde das Licht der Hoffnung durch Dekan Karl-Bert Matthias in der PG Oberstaufen, und dann in den folgenden Tagen durch die Pfarrgemeinden der PG´s von Immenstadt, Stein, Grünten, Bad Hindelang, Sonthofen, Hörnerdörfer, Balderschwang und Oberstdorf getragen.

Dieses Licht der Hoffnung wollte den Menschen Mut, Hoffnung und Zuversicht in der noch immer von der Corona-Pandemie geprägten Zeit schenken. Es wollte aber auch auf das Licht am Ende des Tunnels verweisen, denn wir haben schon viel geschafft in den letzten eineinhalb Jahren. Und schließlich sind wir Christen ja selbst Hoffnungsmenschen die über den Horizont hinaussehen, denn wir wissen, Jesus selbst ist das Licht der Welt.

Und so haben sich viele Menschen in dieser Woche in unserem Dekanat auf den Weg gemacht zu einer Lichterwanderung, einem Bittgang, einem Morgenlob, einem Fairtrade-Frühstück, einer Anbetung, einem Rosenkranz oder einem Gottesdienst, immer begleitet vom Licht der Hoffnung.

In unserer Pfarreiengemeinschaft empfingen wir das Licht von der Pfarrei St. Michael in Sonthofen am Freitag, 8. Oktober. An diesem Tag fand dann ein Taizegebet in wunderschöner Atmosphäre in der Seifriedsberger Kirche statt. Vertreter unserer vier Pfarreien empfingen das Licht während des Taizegebetes und nahmen es in einer Laterne mit in ihre Pfarrkirchen von wo aus es in den folgenden Tagen auch nach Hause geholt werden konnte.

Eine feierliche Abschlussandacht in der Loretto-Kirche in Oberstdorf bildete das Ende der Lichterstafette „Hoffnung – ein Licht durchbricht Corona!“

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Kreuzweg berührt die Herzen 

Fischen, 17.04.2019 (pdsf). Dieser Kreuzweg berührte nicht nur die Ohren, sondern auch die Herzen der Menschen. Das imposante, gesungene Gebet in 15 modernen, kraftvollen Liedern mit packenden Texten von „Adonai Music“ nahm die Zuhörer am Dienstagabend in der vollbesetzten Pfarrkirche St. Verena mit auf den Leidensweg Jesu. Diözesanjugendpfarrer Domvikar Dr. Florian Markter betrachtete gemeinsam mit den 25 Musikern und Sängern der Jugend 2000-Band sowie den Gläubigen den Kreuzweg und erteilte zum Abschluss den Segen.

Der Leiter der Pfarreiengemeinschaft Hörnerdörfer Pfarrer Pater Joshy Palakunnel hieß eingangs die über 500 Anwesenden willkommen und lud sie alle ein, gemeinsam mitzuerleben, was Jesus auf sich genommen habe.

Er stehe noch ganz unter dem Eindruck des Brandes von Notre-Dame, wandte sich der Diözesanjugendpfarrer an die Kirchenbesucher. „Mich hat es besonders berührt, dass Christen vorbeigekommen sind, auf das Feuer geschaut und miteinander gesungen haben. Und das, obwohl das Herz Frankreichs brannte“, schilderte der Domvikar seine Gefühlslage. Aus den Flammen habe der Kaplan Jean-Marc Fournier mit Feuerwehrmännern das Allerheiligste und die Dornenkrone gerettet. „Dieser Mut hat mich tief beeindruckt“, fuhr er fort. Nun sei es an den Gläubigen, Jesus eine Antwort darauf zu geben, was er für sie auf Golgotha getan habe – ihm dafür zu danken, dass er für die Menschen gestorben sei, betonte der Domvikar.

Während des musikalischen Kreuzweges wurden zu den 14 Stationen Überschriften, Bilder und Liedtexte auf Leinwände vor den Seitenaltären projiziert, im Altarraum wies ein großes schlichtes Holzkreuz auf das Thema des Abends hin. Zwei Jugendliche sprachen abwechselnd die kurze besinnliche Einleitung zu den einzelnen Kreuzweg-Stationen, bevor der Geistliche jeweils das Kreuzweggebet begann „Wir beten Dich an Herr Jesus Christus und preisen dich“, und die Gemeinde mit „Denn durch Dein Heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst“ einstimmte.

„Kreuzigt ihn!“, „Du trägst mich“, „Nah bei Dir“ oder „Steh wieder auf!“ lauten die Titel einiger der kraftvollen Lieder, unter denen die Stationen betrachtet wurden. Die Texte und die Musik des im Jahr 2008 erstmals aufgeführten Kreuzweges stammen aus der Feder der Leiterin, Sängerin und Solistin der Jugendband Ulrike Zengerle. Sie stammt aus Wildpoldsried und ist Referentin im Bischöflichen Jugendamt. Die eingängigen Lieder, die Zengerle mit ihrer klaren, berührenden Stimme vortrug, zauberten eine ergreifende, dichte Atmosphäre. Der Chor und die Instrumentalisten, von denen einige aus dem Allgäu stammen, fesselten die Zuhörer, nahmen sie mit und führten sie durch die Stationen.

Im stillen Gebet verweilten die Gläubigen anschließend vor dem ausgesetzten Allerheiligsten, bevor das letzte Lied „Alles ist Dein Werk“ gesungen wurde. Langanhaltender, begeisterter Applaus würdigte die Aufführung.

Ulrike Zengerle freute sich anschließend über die gute Resonanz und bedankte sich für die Gastfreundschaft der Pfarrei von Pater Joshy, den sie aus dem gemeinsamen Studium kenne. „Adonai Music“ bete den Kreuzweg auf diese Weise, damit die Menschen verstünden, was Jesus für sie getan habe, erklärte sie weiter. „Wir wollen Zeugnis geben von der Liebe Gottes.“

Im Anschluss an die Aufführung bestand im Pfarrheim die Möglichkeit zur Begegnung mit allen Beteiligten in geselliger Runde.

 

 

 

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Bildunterschriften:

Der Leiter der Pfarreiengemeinschaft Hörnerdörfer Pfarrer Pater Joshy Palakunnel begrüßte am Dienstagabend in der Pfarrkirche St. Verena in Fischen gemeinsam mit dem Domvikar und Diözesanjugendpfarrer Dr. Florian Markter die über 500 Anwesenden zum Kreuzweg von „Adonai Music“.

Die Musiker und Sänger der Jugend 2000-Band mit ihrer Leiterin sowie Solistin Ulrike Zengerle (rechts) begeisterte am Dienstagabend über 500 Zuhörer in der Pfarrkirche St. Verena in Fischen mit dem Kreuzweg.

Fotos: Sabine Verspohl-Nitsche /pdsf

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Lorettowallfahrt von Obermaiselstein nach Oberstdorf

Beginn der Lorettowallfahrt ist immer am ersten Samstag im Mai um 6.30 Uhr in Obermaiselstein. Zu Fuß geht es rosenkranzbetend durch das Illertal nach Oberstorf.

Ein feierlicher Gottesdienst bildet den Höhepunkt und Abschluss dieser schönen Wallfahrt.

Ofterschwanger Flurumgang

 

Einer der Ofterschwanger Höhepunkte im Kirchenjahr ist sicherlich der Flurumgang an Christi Himmelfahrt.

Mit dem liturgischen Dienst, den Fahnenabordungen, dem Trachtenverein und der Blasmusik ziehen die Gläubigen über die Ofterschwanger Fluren und preisen Gott für seine herrliche Schöpfung.

Nach dem Gottesdienst und dem Flurumgang findet das Fest seinen Ausklang bei einer gemütlichen Brotzeit vor dem Ofterschwanger Gästeamt.

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Mit einem Doppelklick können Sie die Bilder der Collage vergrößern.

Fahrzeugsegnungsgottesdienst

Jedes Jahr im Juli, um den Gedenktag des Heiligen Christopherus, findet in unserer PG ein Fahrzeugsegnungsgottesdienst statt.

Zu diesem Gottesdienst werden insbesondere alle Fahranfänger eingeladen und gesegnet.

Außerdem werden alle mitgebrachte religiöse Zeichen wie Christopherusplaketten und Chrstopherusschlüsselanhänger gesegnet.

 

Bergmesse am Ofterschwanger Horn

Ein mal im Jahr, in der Regel am letzten Sonntag im Juli, findet am Ofterschwanger Horn die Jahresmesse für die verstorbenen Mitglieder der Blaskapelle Bihlerdorf-Ofterschwang statt.

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Bergmesse am Entschenkopf

Viele Wege führen zu Gott, einer geht über die Berge, so sagte einst der Altbischof Reinhold Stecher aus Innsbruck.

Am 16. September 2019 hatten sich viele Wanderer auf den Weg zum Entschenkopf gemacht um miteinander Gottesdienst zu feiern und vielleicht auch, um Gott dort oben ein wenig näher zu sein.

Bei strahlend blauem Himmel und einer fantastischen Fernsicht zelebrierte P. Joshy die Bergmesse. Musikalisch gestaltet wurde die Messe von der Musikkapelle Fischen.