Pfarreiengemeinschaft Hörnerdörfer

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Wallfahrt nach Fatima und Santiago 2019

„„Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon.“ So schrieb Aurelius Augustinus schon im 4. Jahrhundert. Wir, 27 Wallfahrer der PG Hörnerdörfer, mit P. Joshy als geistlichen Begleiter an unserer Seite, schlugen Anfang September gleich mehrere Seiten dieses Buches auf.

Die erste Station unserer Wallfahrt führte uns in Portugals Hauptstadt, nach Lissabon. Nachdem wir das Umland, unter anderem den Cabo da Roca, den westlichsten Punkt des europäischen Festlandes und „Sintra“, die einstige Sommerresidenz der spanischen Könige, in Augenschein genommen hatten, erkundeten wir Lissabon mit all seinen Besonderheiten wie der „Brücke 25. April“, dem Christo-Rei-Monument, dem Hyronimuskloster und der Geburtskirche des Heiligen Antonius, in welcher wir auch unseren ersten Wallfahrtsgottesdienst feierten.

Am Abend des zweiten Tages trafen wir dann in Fatima ein. Fatima ist ein Marienwallfahrtsort nördlich von Lissabon. Am 13. Mai 1917 begannen die Marienerscheinungen von Fatima. Sechs Monate lang, jeweils am 13. des Monats, erschien die Gottesmutter Maria dort drei Hirtenkindern auf einer kargen Hochebene. An dieser Stelle befindet sich heute die Erscheinungskapelle. Um der Besonderheit dieses Ortes näherzukommen beteten wir hier, mit Gläubigen aus aller Welt, jeden Abend den Rosenkranz, nahmen an der Lichterprozession teil oder feierten einen Gottesdienst. Zum heiligen Bezirk gehört in Fatima aber nicht nur die Erscheinungskapelle, sondern auch die Basilika „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“, in welcher die drei Seherkinder begraben sind, der größte Kirchenvorplatz der Welt und die 2007 eingeweihte Kirche von der „Heiligen Dreifaltigkeit“, in welcher 8.600 Gläubige einen Sitzplatz finden.

Natürlich haben wir auch viel über die Seherkinder Jacinta, Francesco und Luzia erfahren, haben ihre Elternhäuser besucht und sind auf ihren Wegen gegangen. Der Weg, welchen die drei Hirtenkinder mit ihren Ziegen jeden Tag zurückgelegt haben, wurde als Kreuzweg gestaltet, den wir auch beteten.

So wurde Fatima für uns zu einem Ort der inneren Einkehr und Ruhe.

Das Dominikanerkloster in Batalha stand am vierten Tag unserer Reise auf dem Programm. Es wurde zum Dank für den Sieg Portugals über das Königreich Spanien im Laufe von 150 Jahren errichtet. Wir staunten über den Kunstbau längst vergangener Zeiten und den Glauben der Menschen, welcher diesen hervorbrachte.

Nazare, ein Ort am Atlantik, war das Nachmittagsziel. Der Ort ist für seine Schönheit und seinen langen halbmondförmigen Sandstrand bekannt, an welchem zu bestimmten Zeiten die größten Wellen der Welt gesurft werden können.

Am fünften Tag verließen wir Fatima und fuhren wir mit dem Bus an der Küstenstraße Richtung Spanien, denn unser nächstes und letztes Wallfahrtsziel hieß Santiago de Compostella. Santiago ist neben Jerusalem und Rom die dritte Heilige Stadt der Christenheit und sie ist eine Stadt voller Leben.  Durchschnittlich 1000 Fußpilger kommen hier, am Endpunkt des berühmten Jakobsweges, jeden Tag an. Sie haben teilweise hunderte und manchmal auch mehrere tausend Kilometer zu Fuß hinter sich und besuchen, wie wir es getan haben, die Pilgermesse und das Grab des Heiligen Apostels sowie die darüber gebaute Kathedrale. Mit dem Segen des Heiligen Jakobus verließen wir am siebten Tag Spanien. Neben vielen schönen Begegnungen und guten Weggemeinschaften, die wir erleben durften, waren es die heiligen Orte mit ihrer Kraft, die uns erfüllten und das Buch unseres Lebens um ein paar Seiten reicher machten. (Stefanie Schiegg-Häberle)

Assisi-Wallfahrt 2017

Am Montag den 28. August um 5.00 Uhr morgens ging es los! 25 Jugendliche und 26 Erwachsene machten sich auf den Weg Richtung "Bella Italia".

Bei den Kapuzinern in Neumarkt-Auer feierten wir unseren ersten Gottesdienst.

Assisi empfing uns mit wunderschönem Wetter. Die Erwachsenen stiegen direkt in der Altstadt in Assisi im Hotel "Posta Assisi" ab. Die Jugendlichen schlugen ihre Zelte, im wahrsten Sinne des Wortes, am Campingplatz "Fontemaggio" auf, der sich am Waldhang rechts oberhalb von Assisi befindet.

Unser erster Tag in Assisi stand unter dem Motto "Was ist meine Berufung? - Baue meine Kirche wieder auf". Zwei Schwestern von den deutschen Franziskanerinnen aus Sießen führten uns unter diesem Motto, in zwei Gruppen aufgeteilt, durch Assisi. Vom Stadttor Porta Nuova aus machten wir uns auf die Spuren des Hl. Franziskus. Wir besuchten die Taufkirche von Franziskus "San Rufino", sein Elternhaus oder auch den ehemaligen Stall, in welchem Franziskus auf die Welt kam. Am Nachmittag besuchten wir "San Damiano", den Ort, an welchem Franziskus den Ruf Jesu hörte "Baue meine Kirche wieder auf". An diesem besonderen Ort durften wir an diesem Tag unseren Gottesdienst feiern.

"Maria degli Angeli", die große Basilika in Perucia, stand für Mittwoch auf dem Programm. Diese Basilika birgt eine Besonderheit in sich. Sie wurde über der "Portiuncula-Kapelle" gebaut, der Kapelle, in welcher Franziskus starb. Ein kraftvoller und gnadenreicher Ort!

Nachmittags machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Einsiedelei "Eremo delle Carceri". In diese kleinen Höhlen, mitten in die Einsamkeit, zog sich Franziskus immer wieder zum Gebet und zur Askese zurück. Dort, in der freien Natur, dem Franziskus ganz nahe, feierten wir unseren Gottesdienst. Und natürlich sangen wir dort auch den Lobgesang des Franziskus auf die Natur, das "Laudato si".

An unsrem dritter Tag in Assisi hatten wir erst einmal 'Zeit', denn der Vormittag war programmfrei. Die Erwachsenen in Assisi konnten auf eigene Faust das wunderschöne alte Assisi erkunden, sich in Andenkenläden umschauen oder gemütlich einen Cappucino auf dem Marktplatz trinken. Die Jugendlichen auf dem Campingplatz spielten, wie so oft in diesen Tagen, ihr Lieblingsspiel "Werwolf" oder machten es sich anderweitig gemütlich. Einige Wallfahrer spazierten an diesem Vormittag auf die Burg "Rocca Maggiore" von welcher man einen wunderschönen Blick über Assisi und das ganze Tal hat.

Am Nachmittag besichtigten wir die Kirche "San Francesco" in welcher Franziskus seine letzte Ruhestätte fand. San Francesco besteht eigentlich aus drei übereinander gebauten Kirchen: Der Krypta mit dem Grab des Heiligen Franziskus, der Unterkirche, welche über die Krypte gebaut wurde, und der Oberkirche. In einer Kapelle in den Untergeschossen dieser riesigen Klosteranlage feierten wir an diesem Tag unseren Abschlussgottesdienst in Assis.

An diesem Abend suchte sich sicherlich noch jeder Wallfahrer ein gemütliches Plätzchen, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen und den Zauber von Assisi noch einmal zu spüren.

Am Freitagmorgen hieß es dann Koffer und Zelte packen, denn es ging wieder zurück Richtung Oberallgäu. Wie es anfing, so endete es, wir hielten unseren letzten gemeinsamen Gottesdienst in Neumarkt-Auer bei den Kapuzinern.

Es war eine wunderschöne Zeit mit vielen schönen Begegnung und einem Ort, an welchem wir den Geist des Franziskus nachspüren durften und konnten. :-)